Freitag, 21. August 2009

Tag der neun Joche und Scharten















Wegstrecke: 18 km; hoch: 1276 m; runter: 984 m
Start: Schlüter Hütte; 2306 m; 7:40 Uhr
Ziel: Pisciadu Hütte; 2587 m; 16:00 Uhr
Schritte: 32788
Wetter: morgens sonnig, später bewölkt, einzelne Regentropfen




Heute hatten wir wieder einen langen Tag vor uns. Und das nach einer miesen Nacht (irgend so ein Schnarchhannes hat mich wieder um den Schlaf gebracht) und einem noch schlechteren Frühstück. Aber egal: Zunächst ging es heute von der Schlüter Hütte zur Forcella de Munt de Furcia, über Bronsoijoch und Furcela de Furcia (Kreuzjoch) zur Roascharte. Dort war die Entscheidung zu treffen: Klettersteig ja oder nein. Ich entschied mich für nein und daher mussten wir einen kleinen Umweg gehen über die Forcella Forces de Sieles. Nach kleinen drahtseilgesicherten Abschnitten erreichten wir schließlich die Puezhütte pünktlich zum Mittagessen um 11:45 Uhr. Kurz nach der Puezhütte verlief die Landesgrenze zu Südtirol/Alta Badia. Über die Forcella de Ciampei und die Forcella de Crespeina (Über sieben Scharten musst du gehen...) erreichten wir gegen 14 Uhr endlich das Grödner Joch. Leider hatte es inzwischen zugezogen und es gab ein paar Regentropfen, so daß wir kurz zögerten, ob wir den Weg zur Pisciaduhütte mit Klettersteig wirklich noch gehen wollen. Aber da es uns am Grödner Joch überhaupt nicht gefiel, entschieden wir uns es zu wagen. Und wurden sogar mit besserem Wetter belohnt. Jetzt ging es nochmal eine Stunde steil bergan, bevor der Klettersteig anfing, der nach 0,5 Stunde überstanden war. Und schon war unser heutiges Ziel die Pisciadu-Hütte in Sichtweite. An der Speisekarte merkte man ebenfalls, dass wir Südtirol verlassen hatten. Es gab nicht mehr nur Gröstl, sondern auch eine Reihe verschiedener Nudelgerichte. Endlich! Während des Abendessens trudelten auch langsam Christina und Julia, so daß wir uns wieder auf einen schönen Abend freuen durften.

Donnerstag, 20. August 2009

Auf die Schlüterhütte; Dolomitenwege















Wegstrecke: 18,5 km
Start: Kreuzwiesenhütte; 1924 m; 7:40 Uhr
Ziel: Schlüterhütte; 2306 m; 15:45 Uhr
Schritte: 31939
Wetter: sonnig, heiß



Heute starteten wir um 7:40 Uhr zunächst zum Hörschwanger Kreuz. Dann ging es über das Jakobsstöckl (eine kleine Kapelle) und den Jakobskopf zur Turnaretschhütte. Anschließend waren wir bereit für den Aufstieg zum Maurerberg, dessen Gipfel wir nach 1 h gegen 11 Uhr erreichten. Der Abstieg zur Mauererberghütte war ein Kinderspiel. Der weitere Weg zum Würzjoch ging hauptsächlich auf einem Fahrweg hinab, der uns sehr lang vorkam. Unten kam man zunächst auf einem Parkplatz an, auf dem es vor Italienern nur so wimmelte. Wir beobachteten noch ein Kuh, die versehentlich einen Autospiegel von einem der dort parkenden Autos abriss und machten uns dann an den leichten Anstieg, hier war der Weg wieder ein Wanderweg, bis zum Würzjoch. Wieder ein Riesenparkplatz, wieder ein Haufen Italiener. Ich wurde langsam grantig, weil es inzwischen 12:50 Uhr war und ich immer noch kein Mittagessen bekommen hatte. Aber 20 Minuten später erreichten wir die Munt de Fornella unsere Jausenhütte für heute und alles war wieder gut. So waren wir um 14:00 Uhr für den anstrengensten Anstieg für heute zur Peitlerscharte gerüstet. Um 14:45 Uhr waren wir oben und der Rest des Weges ging wunderschön entlang des Berges, fast auf einer Höhe zur Schlüterhütte, die wir um 15:45 Uhr erreichten. Genug Zeit um noch den Hausberg und den damit 3. Gipfel für heute, den Zendlerser Kofel (2422 m) zu besteigen. Wieder zurück hatten wir noche einen netten Abend mit Christina und Julia und einem Liter Vino Rosso, der uns ein wenig über die kleinen Essensportionen hinwegtröstete.




Mittwoch, 19. August 2009

Durch den Rodenecker Wald





















Wegstrecke: 22,5 km; hoch: 1185 m; runter: 424 m
Start: Pension Erlenau, Pfunders; 1159 m; 8:15 Uhr
Ziel: Kreuzwiesenalm; 1924 m; 16:30 Uhr
Schritte: 36896
Wetter: sonnig, heiß





Heute ging es zunächst eine Stunde an der Straße entlang, bevor wir auf einem Wanderweg abbiegen konnten. Dafür ging der Weg bis Niedervintl stetig leicht (und zwar nur sehr leicht! bergab). Sehr angenehm zu laufen, aber auch ein wenig langweilig. Niedervintl erreichten wir um 10:30 Uhr, wo wir uns mit einem Eiskaffee erstmal für das bereits Erreichte belohnten. Nach der Besichtigung der sehr alten Kirche und des Friedhofs, ging es dann um 11:30 Uhr weiter zur Ronerhütte. In dieser Etappe bewältigten annähernd die gesamten Höhenmeter (nach oben) des Tages und erreichten die Hütte etwas erschöpft um 14:15 Uhr. Dort erfrischten wir uns erstmal mit einem Getränk und vertilgten die Reste vom gestrigen Abendessen. Jetzt waren es nur noch 1.5 Stunden zur Kreuzwiesenhütte unserem Ziel für heute. Mit Dusche inkl. Warmwasser ohne Bezahlung sei hier nur kurz erwähnt. Danach konnten wir es uns auf der Sonnenterrasse mit herrlichem Ausblick und romantischen Sonnenuntergang gemütlich machen.

Dienstag, 18. August 2009

Von Stein nach Pfunders; die Schmuggler-Etappe










Wegstrecke: 15,5 km; hoch: 1094 m; runter: 1485 m
Start: Gasthof Stein, Stein; 1550 m; 8:25 Uhr
Ziel: Pension Erlenau, Pfunders; 1159 m; 16:00 Uhr
Schritte: 30253
Wetter: sonnig



Das Frühstück bei Sonja war das Beste, was wir bisher hatten. Es gab sogar ein Frühstücksei vom glücklichen Huhn. Deshalb kamen wir auch erst relativ spät um 8:25 Uhr los. Es erwartete uns zunächst ein langer, beschwerlicher Anstieg zur Gliederscharte, die wir um 11:30 Uhr erreicht hatten. Dort oben machten wir erstmal bei herrlichem Sonnenschein Mittagspause. Der Rest des Tages stand im Zeichen des Abstiegs. Auf der oberen Engbergalm machten wir nochmal eine kleine Trinkpause. Hier gab es doch tatsächlich 1 Glas Milch und 1 Glas Johannibeersaftschorle (beides 0,3 l) für 2 Euro. Ist das zu glauben? Um 16 Uhr erreichten wir schließlich Pfunders. Dort mussten wir jedoch leider einmal das Dorf auf und ab laufen, um eine Unterkunft zu finden. Bei dieser Gelegenheit fanden wir aber wenigstens den Gemischtwarenladen, den wir später noch gut gebrauchen konnten, da das einzige Restaurant im Ort ausgerechnet heute Ruhetag hatte. So deckten wir uns dort mit allem Nötigen für unser Abendessen auf dem Balkon ein. Sogar ein im Waschbecken gekühltes Alster gab es. Ein herrlicher Abend.

Montag, 17. August 2009

Nach Südtirol















Start: Olperer Hütte, 2388 m, 8:30 Uhr
Ziel: Gasthof Stein; 1550 m; 13:30 Uhr
Schritte: 19941
Wetter: sonnig




Heute morgen haben wir zunächst Gisela und Jürgen verabschiedet, die nun wieder die Heimreise antreten. Insgesamt stand heute unser 2. " Ruhetag" an. Wir wanderten erstmal den Weg zurück, den wir schon gekommen waren. Von da aus ging es ein kurzes Stück hoch und ab dann blieben wir etwa in einer Höhe und wanderten eine gute Strecke den Berg entlang bis zum Pfitscher Joch Haus. Kurz zuvor passierten wir die österreichisch-italienische Grenze. Vom Pfitscher Joch-Haus ging es nur noch bergab bis Stein (Sasso), wo wir in der Albergo Sasso (Gasthaus Stein) gut untergekommen sind. Endlich wieder ein Zimmer für uns allein. Nach einer Dusche und dem obligatorischen Wäsche waschen, hielten wir erst einmal Mittagsruhe. Danach erkundeten wir noch etwas Stein, was nach Sichten des Schafstalls, der Mühle und des Marmorsteinbruchs schnell erledigt war. Abends warteten wir wie immer darauf, daß es 18 Uhr und damit Abendessenzeit wurde. Und wieder ging ein schöner Tag zu Ende.

Motto des Tages: wir sind wieder die Nummer 1.

Ach, so: Und ein Murmeltier haben wir heute wieder gesehen.

Sonntag, 16. August 2009

Zur Olperer-Hütte



























Wegstrecke: 15 km
Start: Tuxer-Joch-Haus; 2310 m, 7:40 Uhr
Ziel: Olperer Hütte; 2388 m; 19:00 Uhr
Schritte: 31352
Wetter: durchweg sonnig

Unser Frühstück bestand heute leider nur aus abgepackten Zeug (bäh). Aber wir hatten eh nicht so lange Zeit, schließlich mussten wir zeitig los, weil wir wirklich eine lange Tour vor uns hatten. Zunächst ging es hoch zur Frauenwand, dann hinüber zur Kaserer Schartel, dann runter und hoch zur Kleegrubenscharte (Stefan fand hier zwei Euro), dann runter und hoch zum steinernen Lamm (hier waren aber nur Kühe), dann runter zur Gerarer Hütte unserem 1. Etappenziel. Da wir hier schon mittags waren, entschieden wir uns den Aufstieg zur Alpeirer Scharte heute noch zu wagen. Vorbei ging es an einem alten Molybdän-Bergwerk, das letzte Stück noch ein kleiner Steig und um 16 Uhr waren wir oben. Der Abstieg war deutlich beschwerlicher. Es ging lange auf dem Steig nach unten, über ein sehr steiles Schneefeld und durch einen reißenden Bach. Und immer nur Steine, Steine, Steine (Zitat: Gisela). Endlich waren wir unten, nur um dann wieder hoch zu müssen zur Olperer Hütte. Den Aufstieg nahmen wir in Windeseile, damit wir auch noch unser Zimmer und ein warmes Abendessen bekamen. Das hat Gott sei Dank alles geklappt und jetzt werden wir uns gleich Müde in unserem Vierbettzimmer (es wird immer luxuriöser) zur Ruhe begeben.

Ach, ja: und Murmeltiere haben wir heute wieder gesehen.












Samstag, 15. August 2009

Zum Tuxer-Joch-Haus, über einsame Wiesen


















Wegstrecke: 11 km; hoch: 1129 m; runter: 837 m

Start: Lizumer Hütte, 2019 m, 7.50 Uhr

Ziel: Tuxer-Joch-Haus, 2310 m, 15:00 Uhr

Schritte: 19562 m

Wetter: sonnig, blauer Himmel



Hoch auf die Geierspitze, Abstieg, wieder hoch zum Gschützspitzsattel und dann noch ein sehr anstrengender Abstieg. Dafür wurden wir am Ende mit einem wunderschönen Wasserfall belohnt und mit einem kühlen Bach in dem wir unsere Füße kühlen konnten. Die letzten 300 m ging es wieder hinauf bis zum Tuxer-Joch-Haus. Da wir dieses schon so früh erreicht hatten, machten wir noch einen Spaziergang zu einem nahegelegenen Teich. Stefan war noch nicht ausgelastet genug und umrundete diesen einmal, wobei er ein Murmeltier vor die Linse bekam. Dann war es endlich Zeit zum Abendessen. Als Nachtisch gab es heute sogar den lang ersehnten Kaiserschmarrn. Den Besten der ganzen Reise.

Freitag, 14. August 2009

In die Tuxer Voralpen















Wegstrecke: 16 km; hoch: 1445 m; runter: 0 m
Start: Wattens, 564 m, 8.30 Uhr
Ziel: Lizumer Hütte, 2019 m, 15.00 Uhr
Schritte: 25353




Gestern mussten wir uns leider von Rolf und Gerd verabschieden (auf der Lizumer Hütte ist Alm-Radio angesagt, weshalb angeblich keine Übernachtungen mehr möglich sind; alle anderen Venedig-Wanderer fahren daher heute mit dem Taxi zur Lizumer Hütte und wandern von dort aus direkt weiter zum Tuxer-Joch-Haus, sind uns in Zukunft also einen Tag voraus. Wir hingegen haben beschlossen es darauf ankommen zu lassen und sind einfach trotzdem wie geplant losgegangen. Morgens zum Frühstück regnete es noch, pünktlich als wir losgehen wollten, hörte es aber Gott sei Dank auf und wir konnten ohne Regenjacke starten. Wir verabschiedeten uns noch von Gisela und Jürgen, die heute von Juns aus zur Lizumer Hütte aufsteigen wollen, und los ging`s. Leider führte uns der Weg heute überwiegend an der Straße entlang (und hoch). Zur Mittagszeit fanden wir dann doch noch einen Wanderweg, der uns kurzzeitig Erholung von der Straße bot. Dort machten wir auch Rast auf der "Terrasse" von Wattenberg 89. Kurz danach erreichten wir militärisches Sperrgebiet. Hier auf keinen Fall die Wege verlassen -Lebensgefahr- wurde uns auf vielen Schildern klar gemacht.

Die letzten zwei Stunden ging es nochmal gut nach oben, aber wir erreichten die Lizumer Hütte früher als erwartet um 15.00 Uhr. Das Lager war wider Erwarten kein Problem, wieder gab es eine warme Dusche (herrlich) und frisch gewaschen saßen wir dann bei einem Milchkaffee (noch besser) auf der Terrasse als Gisela und Jürgen eintrafen. Auf der Hütte ist übrigens die Hölle los. ORF baut Musikanlage, Bühne und was weiß ich nicht noch auf. Und zwischendrin werden wir abwechselnd von Musik vom Band und einer Blaskapelle beschallt. Bei einer Live-Übertragung müssen wir sogar noch als Statisten herhalten. Insgesamt ist die Hütte aber sehr schön und wir verbringen einen netten Abend.

Donnerstag, 13. August 2009

Ins tiefe Inntal















Wegstrecke: 18 km
Start: Hallerangerhaus; 1768 m; 8.00 Uhr
Ziel: Wattens; 564 m; 15.00 Uhr
Schritte: 28596




Heute stand der 1. "Ruhetag" auf dem Programm. Nur 5,5 h bis Wattens. Deshalb haben wir uns ein gemütliches Frühstück gegönnt und sind erst um 8.00 Uhr losgekommen. Es ging auch gleich los mit einem ordentlichen Anstieg zum Lafatscher Joch, von wo aus wir einen herrlichen Ausblick genießen konnten. Von dort ging es, wie sollte es anders sein, wieder stetig bergab. Auf dem Hirschsteig war es sehr matschig; so sehr, daß Stefan sich einmal elegant abfangen musste, um nicht auf dem Hosenboden zu landen. Die dreckige Hand konnte aber im Hirschbad sofort wieder gesäubert werden. Wir erreichten einen Gasthof bei St. Magdalena, an dem wir auch wieder einige Bekannte wieder trafen, die uns bei diversen Hüttenabenden oder auf dem Weg schon mehrfach begegnet waren. Paul aus Österreich, Ines + Georg aus Thüringen, Gerd aus Neustadt und Rolf aus Greilsheim mit denen wir zusammen bis St. Martin wanderten. Dort setzten wir uns wieder von der Gruppe ab, um an einer wunderschönen Kirche in idyllischer Umgebung Brotzeit zu machen. Der Rest des Weges war dann schnell erledigt und wir erreichten unser Nachtquartier den "Goldenen Adler" in Wattens bereits um 15.00 Uhr. Endlich wieder ein eigenes Zimmer mit Bad. Nach der obligatorischen Dusche und der anschließenden Wäsche-Wasch-Aktion, waren wir bereit uns wieder in die Zivilisation zu wagen. Nachdem wir ein paar Einkäufe erledigt hatten, gönnten wir uns noch ein Eis und warteten auf Gisela und Jürgen, die bald darauf eintrafen. Gemeinsam spazierten wir noch zum Swarovski-Museum und aßen anschließend im Hotel zu Abend. Dort trafen wir wieder auf Rolf, Gerd und einem Mädel aus Hamburg, die auch auf dem Weg nach Venedig ist. Ganz allein. Respekt!

Mittwoch, 12. August 2009

Zu den Isarquellen; die Königsetappe













Wegstrecke: 12 km; hoch: 1526 m; runter: 1519 m
Start: Karwendelhaus, 1771 m, 7.00 Uhr
Ziel: Hallerangerhaus, 1768 m, 15.25 Uhr
Schritte: 24052




In der Nacht hatte jemand den Wald um unsere Hütte abgesägt und so waren wir dann etwas gerädert morgens. Stefan war zusätzlich genervt von der Hütte und da uns ein langer Tag bevorstand, brachen wir etwas überstürzt um 7.00 Uhr auf. Hinauf zum Schlauchkarsattel. Hinauf, hinauf, hinauf. Der Aufstieg wollte nicht aufhören. Der Weg stand als Steig in der Karte, weshalb ich mit bei jeder Kletterpassage in die Hose gemacht habe. Am Ende stand mir dann noch der Aufstieg und noch schlimmer der Abstieg von und zur Bikkarspitze bevor. Aber ich war sehr glücklich, als alles überstanden war und es wieder bergabwärts ging. Diese Freude währte jedoch nicht lange, weil der Abstieg noch weniger aufhören wollte, als der Aufstieg. Wir waren jedenfalls schwer erleichtert, als endlich die Kastenalm erreicht war, unser tiefster Punkt für heute. Von hier trennten uns nur noch 500 Höhenmeter vom Hallerangerhaus und die Königsetappe war geschafft.
Motto für heute: Schlauchkar schlaucht.

Dienstag, 11. August 2009

Einsames Karwendel
















Wegstrecke: 22,5 km; hoch: 1121 m; runter: 32 m
Start: Vorderriß, 782 m, 7.10 Uhr
Ziel: Karwendelhaus, 1790 m, 14.30 Uhr
Schritte: 34305

Frühstück hätte es erst um 8 Uhr gegeben, doch Wander-Motivation und Sehnsucht nach dem Karwendel wogen stärker und so sind wir ohne Frühstück gestartet. Da der Weg heute morgen an der Straße entlanggeführt hätte, sind wir kurzerhand den beschwerlicheren Weg durchs Bachbett. Das war zwar definitiv die langschaftlich schönere Strecke, wir kamen aber nur langsam voran. Als wir dann den Bach immer häufiger durchwaten mussten und einmal sogar die Schuhe ausziehen mussten (brrrr, war das kalt), haben wir kurz vor der Oswaldhütte den Schwenk auf die Straße gemacht. So konnten wir noch rechtzeitig in der Hütte eine kleine Pause bei einem Milchkaffee einlegen, der das verpasste Frühstück ersetzte. Kurz hinter der Hütte überquerten wir die deutsch-österreichische Grenze und waren nun in Tirol angekommen; dort konnten wir auch wieder von der Straße auf einen Wanderweg abbiegen, der uns bis nach Hinterriß führte. Von dort ging es hinauf zum Karwendelhaus. Beim Aufstieg überraschte uns noch ein kurzer Schauer, den wir im Schutz einer Hütte mit einer kleinen Brotzeit gut überbrücken konnten. Das Karwendelhaus war sehr voll und daher etwas anstrengend. Alles war sehr organisiert, sehr viele Schilder mit Verhaltensregeln und der Gastraum zum Abendessen war übervoll, so daß wir es dort nicht lange ausgehalten haben. Nach einem Abendspaziergang sind wir dann früh zu Bett bzw. Lager.

Montag, 10. August 2009

Durch die schöne Jachenau











Wegstrecke: 16,5 km
Start: Tutzinger Hütte, 1327 m, 8.10 Uhr
Ziel: Vorderriß, 782 m, 16.00 Uhr
Schritte: 29254







Nach einer etwas unruhigen Nacht (zumindest für mich, Stefan hat wie immer geschlafen wie ein Stein) und einem anschließenden Blick nach draußen (strömender Regen und Gewitter), nahmen wir erstmal ein verlängertes Frühstück zu uns. Der Regen wurde zwar weniger, hörte aber leider nicht auf und so machten wir uns um kurz nach Acht auf zur Glaswandscharte; das Stück Weg kannten wir ja schon vom Abstieg gestern, kam mir heute aber doppelt so lang vor. Der Abstieg nach Jachenau führte uns an der Lainl-Alm vorbei, unterhalb des schwarzen Felsens. Der Regen wurde wieder stärker und ich freute mich auf einen heißen Kakao in Jachenau. Danach waren die Regenwolken verschwunden und das Wandern machte wieder mehr Spaß. Vor dem letzten knackigen Anstieg, machten wir nochmal kurz Rast auf einem von Stefan eigens ausgesuchten Baumstamm (nach dem haben wir lange gesucht). In dem angrenzenden Bach konnten wir unsere beanspruchten Füße baden, was wirklich eine Wohltat war. Der Rest des Weges ging dann viel leichter. Obwohl der Abstieg es noch einmal in sich hatte (ganz schön steil, dafür aber auch mit schönem Ausblick. Abends hatten wir sogar noch die Kraft für einen kleinen Spaziergang an der Isar entlang.

Sonntag, 9. August 2009

Im Isarwinkel









Wegstrecke: 20,5 km; hoch: 1058 m; runter: 473 m
Start: Bad Tölz, 8.00 Uhr
Ziel: Tutzinger Hütte, 1327 m, 16.30 Uhr
Schritte: 33077

Heute ging es zunächst noch recht eben ca. 7 km an der Isar entlang an den Steinpyramiden von "Klein Kairo" vorbei, bevor wir uns langsam an den Aufstieg gemacht haben. Bei der Kirchstein-Hütte auf 1005 m gönnten wir uns noch eine kleine Pause, bevor dann der richtige Anstieg zur Benediktenwand losging. Gefühlte 1000 Höhenmeter später erreichten wir das Probst-Haus und stellten mit Erschrecken fest, dass wir es tatsächlich erst 370 m hoch geschafft hatten. Wir kämpften also weiter. Als wir den Abzweig zur Benediktenwand erreichten, zog der Himmel auch noch zu. Mutig wie wir sind, wagten wir es trotzdem und wurden am Gipfel (1800 m) tatsächlich noch mit Sonnenschein belohnt. Der Abstieg war dann leicht. Sogar ein paar Gemse habe wir noch gesehen.